Blütezeit im Apfelgarten

Endlich. Frühling. Zeit für Digital Detox. Also raus aus der Stadt und ab in den Süden. Oder besser Südosten. Ins Vulkanland, wo gerade evelina aufblüht. Frisches Grün, fesches Rot-Weiß-Rot. Die einzigen, die jetzt wirklich viel zu tun haben, sind die Wildbienen aus der Umgebung, die der süße Duft, magisch anzieht. Für Bernhard und Martina Pfingstl, die den Obstbaubetrieb in der Nähe von Riegersburg führen, heißt es jetzt warten und hoffen, dass das Wetter es gut mit den Bäumen meint.

Handarbeit
Intensiv wird die Arbeit für sie erst wieder, wenn die Blütenblätter abgefallen sind. Dann hilft die ganz Familie zusammen und spannt meterlange Hagelnetze mit vereinten Kräften über die Bäume, um das Obst vor der Hagel zu schützen.

Sobald sich die ersten Früchte zeigen, ist es Zeit zumAusdünnen. Händisch natürlich. „Wichtig ist nämlich das Verhältnis von Blatt und Frucht, weil die Assimilation für die Fruchtentwicklung wesentlich ist“, erklärt uns der Obstbauer. „Jeder Baum hat ja nur ein bestimmtes Energiepotenzial. Hängen zu viele Früchte am Baum, können sie sich nicht gut entwickeln oder der Baum geht ein.“ Durch den speziellen Baumschnitt im Winter hat er dafür gesorgt, dass jeder Apfel die optimale Sonneneinstrahlung und genug Licht hat. Jetzt im Frühling muss er die Weiterentwicklung der Spindelbäume dennoch ständig im Auge behalten, auslichten und abzupfen, was zu viel ist. Etwa 80 Früchte pro Baum bleiben hängen und haben einen Sommer lang Zeit zum Reifen.